Rückblick: IAKS Fachtagung Outdoor 2026 – zwei Tage voller Impulse, Austausch und echter Zukunftsenergie
Am 28. und 29. Januar wurde das Vonovia Ruhrstadion in Bochum zum Treffpunkt für rund 150 Fachleute aus Kommunen, Planung, Architektur, Wissenschaft, Sportorganisationen und Industrie. Unter dem Motto „Cool bleiben – Innovative Wege für klimafeste Sportanlagen“ drehte sich alles um die Frage, wie Sportfreianlagen so gestaltet werden können, dass sie den Herausforderungen der Zukunft standhalten – und gleichzeitig Orte bleiben, an denen Menschen sich gern bewegen.
Schon der Auftakt machte klar, wie wichtig dieses Thema geworden ist. Die Grußworte von Oberbürgermeister Jörg Lukat und Matthias Mühlen (VfL Bochum) setzten den Ton: Klimafeste Sportstätten sind kein Luxus, sondern eine zentrale Aufgabe für Städte und Vereine. Ein zusätzliches Signal kam aus Berlin – Staatsministerin Dr. Christiane Schenderlein unterstrich in ihrem schriftlichen Grußwort die Bedeutung klimaangepasster Infrastruktur für die Zukunft des Sports.
In den Vorträgen und Diskussionen zeigte sich dann, wie vielfältig die Wege dorthin sein können. Forschung, Planung und Praxis brachten ihre Perspektiven ein – von nachhaltigen Sanierungsstrategien über gesundheitliche Aspekte bis hin zu Fördermöglichkeiten und Managementfragen. Besonders inspirierend waren die Best‑Practice‑Beispiele: der Skatepark Bad Neuenahr, das Nachwuchsleistungszentrum des FC St. Pauli und weitere Projekte, die eindrucksvoll zeigen, wie innovativ Sportstätten heute gedacht werden.
Ein echtes Highlight war die Besichtigung des Lohrheidestadions, das derzeit unter dem Blickwinkel der Klimaresilienz neu gedacht wird. Ebenso spannend: der zweite Exkursionsort, das Urban Green „Am Hausacker“, wo innovative Freiraumgestaltung, Biodiversität und Bewegungsangebote auf besonders gelungene Weise zusammenfinden.
Für frische Energie sorgte unsere „vitale Pause“, in der man nicht nur die Beine vertreten, sondern beim digitalen Torwandschießen auch die eigene Treffsicherheit testen konnte – mit überraschend ehrgeizigen Duellen, wohlgemerkt.
Und wer selbst aktiv werden wollte, kam in den Praxisworkshops voll auf seine Kosten: Slackline, Disc Golf oder Parkour konnten unter fachkundiger Anleitung erfahrener Sportler ausprobiert werden. Theorie trifft Praxis – und manchmal auch die eigene Balance.
Der Netzwerkabend im Deutschen Bergbau‑Museum Bochum bot schließlich den perfekten Rahmen, um Gespräche zu vertiefen, neue Kontakte zu knüpfen und die vielen Eindrücke des Tages in besonderer Atmosphäre wirken zu lassen. Neben wirklich gutem Essen und einer beeindruckenden Location gab es ein besonderes Extra: Wir waren nachts ganz allein im Museum unterwegs – ein Erlebnis, das man nicht alle Tage hat. Dazu kamen exklusive Führungen ins Anschauungsbergwerk, die uns wortwörtlich „unter Tage“ neue Perspektiven eröffneten.
Ein herzliches Dankeschön geht an alle Referentinnen und Referenten, Aussteller und Partner – und natürlich an den VfL Bochum sowie die Stadt Bochum für die großartige Unterstützung. Ohne dieses Zusammenspiel wäre die Tagung nicht das geworden, was sie war: ein inspirierender, lebendiger und zukunftsweisender Auftakt ins Jahr 2026.
Die Fachtagung hat deutlich gezeigt: Klimafeste Sportanlagen sind kein Thema von morgen – sie sind eine Aufgabe von heute. Und wir freuen uns darauf, diesen Dialog gemeinsam mit unserem Netzwerk weiterzuführen und die Sportstättenentwicklung nachhaltig und resilient mitzugestalten.