IAKS D-A-CH-Reise in der Bodensee-Region
IAKS DACH-Reise 2026: Sport- und Freizeitanlagen im Vier-Länder-Raum erleben
Zwei Tage, vier Länder, zahlreiche Praxisbeispiele: Die IAKS DACH-Reise 2026 zeigte, wie vielfältig Sport- und Freizeitinfrastruktur gestaltet werden kann – und wie wertvoll der Blick über Ländergrenzen hinweg ist.
Von Lindau über die Schweiz und Liechtenstein bis nach Bregenz führte die diesjährige DACH-Reise die Teilnehmenden zu unterschiedlichsten Sport- und Freizeitanlagen. Im Mittelpunkt standen konkrete Einblicke in Planung, Gestaltung und Betrieb sowie der gemeinsame Austausch über Lösungen für die Herausforderungen der Sport- und Freizeitinfrastruktur.
Von der Sportanlage bis zur Schulsportstätte
Der erste Tag führte die Gruppe vom Schwimmbad Appenzell über die Sportanlage Hinwil zu Schul- und Gemeindesportanlagen in Balzers, Triesen und Gamprin. Den Abschluss bildete die Sporthalle Rieden-Vorkloster in Bregenz.
Die besuchten Projekte zeigten, wie unterschiedlich sich funktionale Anforderungen, Sicherheit, Alltagstauglichkeit und Aufenthaltsqualität miteinander verbinden lassen. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, Konzepte zu vergleichen, Fragen direkt mit den Verantwortlichen zu diskutieren und Impulse für eigene Projekte mitzunehmen.
Betrieb und Gestaltung ganzheitlich denken
Am zweiten Tag stand zunächst die Therme Lindau auf dem Programm. Unter dem Leitgedanken „Der See ist der Star“ verbindet die Anlage eine zurückhaltende Architektur mit dem Blick auf den Bodensee. Einblicke in die Anforderungen aus Landschaftsschutz und Baurecht sowie in das betriebliche Konzept – vom Online-Ticketing bis zur barrierefreien Wegeführung – verdeutlichten, wie eng Gestaltung, Wirtschaftlichkeit und Betriebsabläufe zusammenhängen.
Anschließend besichtigte die Gruppe das Sportband auf der Lindauer Insel sowie den Generationenpark Maria Hilf und die Freizeit Remise in Bregenz. Die Anlagen machten deutlich, welchen Beitrag offene, robuste und gut integrierte Freiräume für Bewegung, Begegnung und unterschiedliche Altersgruppen leisten können.
Nachhaltige Lösungen und regionale Besonderheiten
Besonders aufschlussreich waren auch die Einblicke in eine naturnahe Freizeitanlage mit Naturteich. Ohne Eintritt und feste Öffnungszeiten kommt sie mit einem vollständig natürlichen Wassersystem und vergleichsweise geringem technischem Aufwand aus. Die Erfahrungen zeigten, wie wichtig eine sorgfältige Abstimmung von Wasserhaushalt, Umgebung und Nutzung für einen langfristig funktionierenden Betrieb ist. Auch die Wiederverwendung vorhandener Materialien und die langfristige Entwicklung der Bepflanzung spielten eine wichtige Rolle.
Austausch über Ländergrenzen hinweg
Über alle Stationen hinweg wurde deutlich, wie ähnlich die Herausforderungen im DACH-Raum sind – und wie unterschiedlich die Lösungen ausfallen können. Neben den zahlreichen Praxisbeispielen bot die Reise viel Raum für fachliche Gespräche, gemeinsame Reflexion und neue Perspektiven.
Ein besonderer Höhepunkt war der von den IAKS-Sektionen Deutschland, Österreich und Schweiz gemeinsam organisierte Netzwerkabend in der Therme Lindau, der den persönlichen Austausch zusätzlich stärkte.
Die IAKS DACH-Reise 2026 hat gezeigt, wie wertvoll der direkte Blick in die Praxis und der Austausch über Ländergrenzen hinweg sind. Die gewonnenen Eindrücke und Erfahrungen bieten zahlreiche Impulse für die zukünftige Planung, Gestaltung und den Betrieb von Sport- und Freizeitanlagen.