Iceparc in Angers

Schaufenster des Sports und Verbindungsanker

veröffentlich in sb 1/2020

Die Eissporthalle ist die Heimat des Eishockeyvereins Les Ducs d‘Angers, der aktuell in der höchsten französischen Liga spielt. Das von Chabanne entworfene Gebäude umfasst zwei Eisflächen mit 60 x 30 m und 56 x 26 m für den Profi-, Schul- und Freizeitsport. Zusätzlich können Basketball- und Handballspiele mit bis zu 4.400 Zuschauern stattfinden.

Das Gebäude befindet sich am Quai Saint-Serges auf einer ehemaligen Industriebrache in unmittelbarer Nähe zur Confluences-Brücke, einem Multiplex-Kino und einer Straßenbahnhaltestelle. Die Architektursprache mit ihrer klaren, selbstbewusst ausdrucksstarken, strengen Linienführung spiegelt die Dynamik des Eissports und die Nutzung der Anlage als Leistungszentrum wider. Das Architektenteam entschied sich für eine fließende Architektur mit abgerundeten Formen und einem hellen Fassadenband, das an die Bewegung der Eisläufer erinnert. Ziel war es, eine im öffentlichen Raum sichtbare und einladende Anlage zu schaffen, die als ein Schaufenster des Sports und Verbindungsanker für den Großraum Angers wirkt.

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Fotos
Guillaume Guerin

 

Gut zu wissen:

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Fotos
Guillaume Guerin

Standort
Angers, Frankreich

Bauherr
Ville d’Angers

Betreiber
UCPA Association

Architekten
Chabanne S.A.
FR - 69009 Lyon

www.agence-chabanne.fr

Autor
Chabanne S.A.

Fotos
Guillaume Guerin

Offizielle Eröffnung
2019

Baukosten
24 Millionen EUR

 

Eishalle der neuesten Generation

Die Eishalle ist kein geschlossener Kubus, sondern eine offene Anlage, die das aufstrebende Stadtviertel mit neuem Leben erfüllen wird. Die Öffnungszeiten der Freizeiteisfläche für die Öffentlichkeit wurden großzügig erweitert. Das Angebot wird abgerundet durch von der gemeinnützigen Organisation UCPA organisierte Aktivitäten wie Eiskarting und Schülertraining. Mit der Cafeteria, der Terrasse mit Aussicht auf den Park und den Gastronomieständen bringt der Iceparc neues Leben in die Stadt mit dem Ziel, über Sport, Wettkampf und Veranstaltungen das soziale Miteinander zu fördern.

Die Eishalle ist für Leistungssport, Training, Showveranstaltungen, Schul- und Freizeitsport konzipiert und auch für die Ausrichtung von Basketball- und Handballspielen ausgelegt. Der Iceparc von Angers bietet ideale Bedingungen für den Profisport. Er ist das Heimstadion des Eishockeyclubs Les Ducs d‘Angers, der aktuell in der höchsten nationalen Liga (Magnus-Liga) spielt.

Mit 3.500 Zuschauerplätzen auf zwei Ebenen in unmittelbarer Nähe zur Eisfläche erinnert der Zuschauerraum an eine römische Arena, die steilen Ränge sorgen für ein intensives Zuschauererlebnis.

Um den Kontrast zwischen den in dunklen Farben gehaltenen Tribünen und der leuchtenden Eisfläche abzumildern, wurde der Umlauf mittels Holzverkleidung heller gestaltet.

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Fotos
Guillaume Guerin

Farbe als gestalterisches Element

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Fotos
Guillaume Guerin

Im Bereich der Haupteisfläche sind die Hallenwände und -decken in einem dunklen Grauton gehalten. Die Holzverkleidung in den VIP-Bereichen und Gastronomiezonen sorgt für Eleganz und Wärme.

Das fließende Band findet sich als identitätsstiftendes Merkmal an der Freizeiteisfläche wieder und stellt eine Kohärenz zwischen dem Außen- und dem Innenraum her. Die funktionale Halle wird durch das helle Band belebt und mittels Beschilderung akzentuiert.

Die Architekten setzten bewusst auf nüchterne Funktionalität, um die Eisfläche und das „Spektakel“ auf dem Eis in den Vordergrund zu rücken.

Das fließende Band findet sich auch in der Eingangshalle wieder. Es zieht sich die Treppen hinauf und begleitet die Zuschauer auf dem Weg zu den Sitzplätzen, gleich einem Rahmen über dem Holz und der Vorhangwand zur Eisfläche. In den VIP-Bereichen und Logen dominieren sanftere Töne, um eine schlichte und zugleich warme, elegante Atmosphäre zu schaffen. In den Logen wurde mithilfe von Polstern und Holz ein intimeres, wärmeres Umfeld erzeugt, das eine Konzentration auf das Geschehen auf dem Eis erlaubt. In den Sportbereichen dominiert schließlich Blau als Vereinsfarbe des Heimteams.