Erfolgreiche Premiere des Fachseminars Bäder Online

Am 20. Mai fand das „Fachseminar Bäder Online“ zum ersten Mal erfolgreich statt. Aufschlussreiche Vorträge von erfahrenen Experten aus dem Bäderbereich trugen in dem rund dreistündigen Seminar zum übergeordneten Thema „Bäder im Spannungsfeld einer Pandemie – Chancen zur Weiterentwicklung“ bei. Knapp 50 TeilnehmerInnen erlebten spannende Vorträge und konnten sich aktiv an den Diskussionen beteiligen.

Als Reaktion auf die Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie hat die IAKS Deutschland drei Online-Formate ins Leben gerufen, die den interessierten BranchenvertreterInnen einen Rahmen zum  Informieren und Austauschen bieten sollen. Das Format "Raum für ..." hält einen rund 60-minütigen Fachbeitrag zu einem bestimmten Thema bereit, "IAKS kompakt" bietet 30 Minuten Input und ist ideal für alle, die auf dem Laufenden bleiben möchten, aber nur wenig Zeit haben.

Die IAKS Deutschland betrachtet die Reihe von Online-Veranstaltungen insbesondere in Zeiten der Pandemie, aber auch darüber hinaus als ein geeignetes Mittel für den Austausch, die Inspiration und den Ansporn, sich weiterhin für gute Sport- und Freizeiträume einzusetzen.

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© IAKS Deutschland

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Eingeleitet und moderiert wurde das Fachseminar von Dr. Christian Kuhn, stellv. Vorsitzender der IAKS Deutschland, Sprecher der Bäderallianz Deutschland und im Hauptamt Berater und Badbetreiber. Nach den Begrüßungsworten für alle Teilnehmer*innen leitete er zu den Themen der Referenten über und moderierte im Anschluss die Diskussionen.

 

 

 

Einen Anfang machte Alexander Schmeh, Geschäftsführer der A. Schmeh GmbH &Co KG und der Bädercoach GmbH. Unter dem Titel „Hygiene in Schwimmbädern und Saunaanlagen unter Pandemiebedingungen – Plan – Umsetzung – Kontrolle“ zeigte Schmeh auf, wie die Hygiene in Schwimmbädern bisher organisiert ist und welche neuen Maßnahmen die Pandemie erfordert. Der vermehrte Einsatz von Reinigungs- und Desinfektionsmitteln kann Folgen für Material und auch Menschen haben, die abgeschätzt und beim Hygienemanagement in Schwimmbädern berücksichtigt werden müssen. Schmeh zeigte in seinem Vortrag, was es in Sachen Lagerung von Reinigungsmitteln, Hygienekonzept, Gefährdungsbeurteilung, Verfahrensanweisung und Anwendungshilfen zu beachten gibt.

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Sicherheit 2.0 - Künstliche Intelligenz als Unterstützung der Aufsicht

Einen Blick in die Zukunft der Sicherheit in Schwimmbädern wagte anschließend Florian Grojer, Partner des israelischen Unternehmen Lynxight. Eingeleitet durch einen Impulsvortrag zur Relevanz und Funktionsweise von künstlicher Intelligenz (KI) in Bädern durch den Co-Founder von Lynxight, Eyal Amit, drang Grojer anschließend weiter in die technischen Details der KI vor, ehe er den Bezug zu Anwendungsbereichen in Bädern herstellte. KI kann in Bädern sowohl im Bereich der Sicherheit, im Bäderbetrieb, der Energieversorgung, aber auch im Bereich der Trainingsgestaltung und –analyse im Leistungssport Anwendung finden.

Das anschließende rege Interesse und die zahlreichen Fragen zum Thema KI in Bädern zeugen vom Potential und der Relevanz, Abläufe und Konzepte in Schwimmbädern zu digitalisieren und die KI als festen Bestandteil in den Bäderalltag zu integrieren.

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Im Vortrag von Christian Mankel und Michael Weilandt, Geschäftsführer und stellvertretender Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen, wurde mit Blick auf baldige Lockerungen der Corona-Maßnahmen das Thema „Pandemieplan 4.0 – Praxisnahe Hilfestellung für eine sichere Widereröffnung der Bäder in Deutschland“ beleuchtet. Mankel und Weilandt fokussierten Fragestellungen rund um Verkehrssicherungspflichten im Bäderbetrieb unter Pandemiebedingungen, organisatorische und personelle Maßnahmen vor der Wiederinbetriebnahme von Schwimmbädern, bauliche Wiederinbetriebnahme von Schwimmbädern, Technischer Betrieb, Hygienekonzept, Funktionsräume, Verkehrswege und Liege- bzw. Spielflächen in Freibädern sowie Informationen für die Besucher*innen.

Die Teilnehmer merkten mehrfach an, wie hilfreich und wichtig der Pandemieplan bisher für die Betreiber gewesen ist, was durch die beeindruckende Anzahl von bereits 146.000 Downloads der aktuellen Version bestätigt wird.

 

 

 

 

Den Schlussakkord der Veranstaltung spielten schließlich Marc Riemann, Leiter Bäderbetrieb und Prokurist KölnBäder GmbH sowie stellvertretender Vorsitzender der IAKS Deutschland und Thomas Baum, Betriebsleiter des kommunalen Bäderbetriebes mattiaqua in Wiesbaden. Mit dem Vortragstitel „Aktuelles aus dem Bäderbetrieb“ stellten Riemann und Baum die Wiedereröffnungsmodelle aus Hessen und Nordrhein-Westfalen gegenüber machten Unsicherheiten und Ungenauigkeiten in den Vorschriften der Landesregierungen deutlich und zeigten auf, welche konkreten organisatorischen Absurditäten und Herausforderungen in Praxis auf sie zugekommen sind und zukommen werden.

In der Abschlussdiskussion konnten die Teilnehmer*innen noch einmal auf die Vorträge eingehen, nachhaken und ihre eigenen Erfahrungen einbringen. Die Diskussionen zur Wiedereröffnung waren hochaktuell, weil Wiedereröffnungen der (Frei-)Bäder kurz bevorstehen. Dementsprechend beteiligten sich viele Teilnehmer aktiv und konnten von Erfahrungen aus anderen Bundesländern lernen und profitieren.  

 

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